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Mini-AG zu Gast bei einem Freund – zweite Führung im Münchner Dom

Nachdem wir bereits im Juli 2016 eine Führung in der Münchner Frauenkirche durch Herrn Domzeremoniar Diakon Bernhard Stürber bekamen, folgten wir nun seiner damaligen Einladung zu einer zweiten Domführung. Daher machten wir uns unmittelbar nach Ende des Schlussgottesdienstes in Sankt Michael auf den kurzen Weg hinüber zum Dom.

Nach der freundlichen Begrüßung in der Sakristei ging es für uns hinauf in die sog. Paramentenkammer, in der sich viele kostbare liturgische Gewänder vorwiegend aus der Barockzeit befinden. Hierhin kommen nicht einmal die Domministranten. Herr Stürber zeigte uns u. a. eine Mitra, die Kardinal Faulhaber, der während des Zweiten Weltkrieges das Amt des Erzbischofs bekleidete, während seiner Firmspendungen auf dem Kopf trug. Früher zogen Bischöfe für die Bischofsmessen sogar Handschuhe an. Wir erfuhren, dass sich die Geistlichen durch das Überziehen der großen liturgischen Gewänder quasi als Privatperson zurücknehmen und sich dadurch bewusst werden, nun einen heiligen Dienst anzutreten.

Anschließend stiegen wir – nach einem kurzen Zwischenstopp beim berühmten Teufelstritt – die vielen schmalen Treppen auf den Nordturm hinauf. Auch wenn wir alle etwas außer Puste waren, lohnte sich die Anstrengung, denn oben angekommen, sahen wir das große „Hamsterrad“, mit dessen Hilfe die Bauleute des Domes früher die schweren Steine nach oben transportierten. Das 500 Jahre alte Rad lässt sich auch heute noch drehen. Danach durften wir einen Blick in den Dachstuhl des Domes werfen. Dieser wurde durch den Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört und danach neu errichtet.

Wie schon vor drei Jahren bildete der Gang zur Orgelempore den krönenden Ab-schluss dieser kurzweiligen Kirchenführung. Die Domorgel feiert heuer ihren 25. Geburtstag und Herr Stürber zeigte uns nun in einem kleinen Privatkonzert seine Talente als Organist, während wir gleichzeitig die „Vogelperspektive“ auf das Innere des Domes genossen. Wir staunten nicht schlecht, welche Klangvielfalt in dieser riesigen Orgel steckt. Nach einem Gruppenfoto auf der Empore verabschiedeten wir uns von Herrn Stürber. Wir bedanken uns sehr herzlich bei unserem Förderer, der uns immer so wohlwollend im Dom aufnimmt und uns gerne „die Tore des Domes öffnet“, um Herrn Stürber zu zitieren. Seine Werbung nach weiteren Ministrantinnen am Dom lassen wir uns sicher durch den Kopf gehen und freuen uns schon auf die nächste Zusammenkunft im Dom.

Nach dieser informationsreichen Führung waren wir alle doch sehr hungrig und durstig. So ließen wir unseren Ausflug bei einem Burgeressen im „Hans im Glück“ am Isartor ausklingen.

Die Mini-AG